Idee Moral durch Prämissen (2005-02-01)
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Moral durch Prämissen
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-erfordert-Sinn des Lebens


Im Gegensatz zu den "harten" Formen der geistigen Fähigkeiten (im Extremen sind das die Logik / die Mathematik), die auf absoluten, präzisen und gesicherten Aussagen basieren, erlaubt (im allgemeinen Konsens) der Blick auf die humanistischen Bereiche, Sprache, Gesellschaft, etc. eine differenzierte Ansichtsmenge zu den Dingen. So ist es zum Beispiel im allgemeinen völlig natürlich, wenn wir akzeptieren, dass die Leute sich verschiedenen politischen Parteien zuordnen, und wir respektieren gegenseitig diese Standpunkte. Irgendwo gibt es sicherlich noch eine "Grauzone", als Beispiel möchte ich den Konflikt in der Medizin anführen, wo die Streit-Parteien sich uneinig sind, ob der Wirkung und dem Nutzen wissenschaftlich nicht erfasster alternativer Behandlungsmethoden.
 
Wie entsteht dieses Dilemma, was kann man dagegen tun?
 
Man kann versuchen, das eine zum anderen hinzuführen.
  1. Die eine Richtung: Entkernen des "Harten". Das habe ich z.B. in Gesprächen mit Künstlern beobachtet; die bereit sind, die Prämissen der Wissenschaft parallel mit konträren Ansichten der Dinge stehen zu lassen; was nicht unbedingt bedeutet, das sie die "harte" Sicht verleugnen müssen. Sie akzeptieren einfach das mehrere-Standpunkte-Modell als allgemein verwendbares Prinzip. Darauf kann ich leider nicht weiter eingehen, da ich nicht weiß, wo man ansetzen soll. (Im gewissen Sinne ex. mehrere Standpunkte auch in der Wissenschaft, z.B. Welle - Teilchen - Dualität.)
  2. Die andere Richtung: Formalisierung des "Weichen". Beispiel: Die politischen Parteien vertreten verschiedene Standpunkte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Wenn man genug Daten und ein qualitativ ausreichendes Modell hätte, könnte man jedoch ermitteln, welches Programm die Arbeitslosigkeit minimiert, und den meisten gesellschaftlichen Nutzen erbringt. (Seltsamerweise scheint daran ja kein großes Interesse zu bestehen ... Merkwürdigerweise maximieren Wissenschaftler in der Wirtschaft mit hohen mathematischen Methoden permanent die Effizienz von Produktion und minimieren den Kosteneinsatz und das schon seit Jahrtausenden.)

1.1. Zu 2.===

Bei der Formalisierung der Dinge kann man natürlich weiter gehen. Wenn ich eine formalisierte Welt akzeptiere, dann sollte ich mein Handeln auch durch die (zumindest die mir bekannten) Formalismen bestimmen lassen. Doch wenn ich stets mit Logik schließen will, wo ist der Anfang? Was ist die Prämisse? Diese Frage hängt sehr eng mit den klassischen Fragen zusammen: "Was ist mein Sinn?", "Warum bin ich?".
Ich glaube, das ein echter Hardliner dieser Theorie hier in der Lage sein müsste, zu seiner von ihm angenommenen Prämisse logisch konsequent (und nennen wir es noch mal moralisch Einwandfrei) zu handeln!
Was soll jetzt dieses "moralisch"? Im Grunde ist unser Handeln von einem Wertemaßstab bestimmt, der unsere möglichen Aktionen einstuft, und es uns ermöglicht, die "beste" Aktion auszuwählen, auf Basis unseres Kentnissstandes. Das wird auch in der Theorie vermittelt, die sagt, das jeder Mensch gut handelt; denn jeder seiner Handlungen geht ja stets seine Einstufung als "gut" voraus, nach welchem Maß auch immer, sonst würde er sie ja nicht anstreben. (Vgl. ???) Behauptung: Genau dieses Maß kann man sich alleine auf Basis einer Sinn-Prämisse herstellen; eine grundlegenden Antwort auf die Frage nach dem " Sinn des Lebens".




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