Idee Gesellschaftsraum (2009-05-24)
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Gesellschaftspolytop-verfeinert-
Gesellschaftsraum
-in-(Thema)Diplom


"Menschen kann man nicht in Zahlen ausdrücken.", sagt man. Gut.
 
Manchmal gibt es Menschen, die sind schüchterner als andere. Andere sind schlauer. Oder stärker. Wenn jemand etwas mehr als jemand anderes ist, so besteht zwischen den Beiden in dieser Sache eine Ordnung. Eine Ordnung hat folgende Eigenschaft: Wenn Jemand mehr ist als der Andere, und der Andere mehr als ein Dritter, dann ist Jemand auch mehr als der Dritte.
So können wir alle Menschen in etwas wie eine Perlschnur aufreihen. Wenn wir auch nicht wissen wie sehr jemand ist, können wir zumindest hypothetisch seinen Platz in der Liste aller angeben.
Entweder haben wir also eine Maßzahl, wie schüchtern jemand ist. Oder wir wissen, dass er zumindest einen imaginären Platz in der Liste der Schüchternheit hat. So hat jeder eine Position auf der Skala der Schüchternheit.
 
Wenn wir mehrere solcher Skalen betrachten, gehen wir gerne von einem Zusammenhang bestimmter Skalen aus. Das nennen wir *Vorurteil*. (Dazu gibt es einen ganzen Haufen niedlicher Theorien, die sich Firmen für viel Geld erwerben können. "The Big Five" und ähnlicher Krams.)
 
Wenn wir mehrere Skalen gleichzeitig betrachten, bekommt der Mensch eine Position in diesem mehrdimensionalen Raum. Z.b. dem zweidimensionalen Schüchternheits-Reichtum Raum). Füllen wir alle Menschen in diesen Raum, und beobachten ihre Verteilung, so können verschiedene Dinge passieren: Ergibt sich eine diffuse Masse ohne erkennbare Muster? Dann hat Schüchternheit nichts mit Reichtum zu tun. Erscheint uns eine diagonale Ballung? Dann haben wir Grund zu einem Vorurteil. Die Menge der Menschskalenpunkte nennen wir *Gesellschaft bzgl.* der jeweiligen Skalen.
 
Vermutlich werden wir eine Konzentration in der Mitte beobachten. Menschen am Rand sind traurige (aber evtl. steinreiche) Exzentriker.
 
Da sich Menschen einander zum Vorbild nehmen, kann ein neuer Mensch sich leicht in den dichten Bereichen platzieren. Skalen an denen ein Mensch bewusst arbeiten kann können der Gesellschaft eine mehr oder weniger abgegrenzte Form geben: Solange viele vielen nacheifern, bewegen sie sich in einer dichten Fläche. Wenn sich dagegen jemand hinauslehnt, so versuchen ihm vielleicht einige zu folgen: Die Fläche dehnt sich zu ihm aus. Wenn man die Fläche zu einem Vieleck vereinfacht, erhält man ein Gesellschaftspolytop.



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