Idee Tiefensuche vs. Breitensuche (2009-04-11)
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Tiefensuche vs. Breitensuche
-in-(Thema)Diplom
-braucht-Tiefensuche
-braucht-Breitensuche


% Tiefensuche vs. Breitensuche
 
Wenns hart-auf-hart kommt, ist jede Erfahrung von Vorteil. Jedes Wissen kann es u.U. aber auch sein.
 
"schon um die Welt gereist" bringt da nichts, wenn man nur Hotels von innen sieht. Zelten ist von Vorteil. Kochen können nur solange man weiß wie man an Brennstoff gelangt. Damit man viel weiß muss man viel erfahren (so gelangt man nebenbei zu Erfahrung) und dazu muss man sich den Dingen aussetzen, sowohl im Detail als auch lapidar. Warum das so ist:
 
Wenn man eine Sache mit extremer Aufmerksamkeit angeht und die anderen nicht, muss man mit sehr spezieller Erfahrung zufrieden sein, die beim hart-auf-hart höchstens als Handelsware, nicht aber zum autarken Überleben reicht.
Wenn man alle Sachen mit geringer Aufmerksamkeit angeht, weiß man von keinem genug um danach Handlungen zu begehen.
 
Die Informatik gibt diesem Sachverhalt ebenfalls Namen: *Tiefensuche* vs. *Breitensuche*
%(Skizze Baumiteration Tiefe vs Breite)
 
Sensibilität bestimmt die Tiefe. Wer genug einsetzt kann, wo er will, Tiefensuche betreiben. Die Balance zwischen Tiefen- und Breitensuche ist das Problem. Angenommen wir kommen an einen Punkt an dem Wissen für unseren Vorteil nötig ist. Einiges ist vielleicht lapidar. Anderes detailliert. Hat man vorher in die Tiefe gelebt, kann es nun sein dass nichts dabei war dass uns die nun nötige Detailerfahrung bereitstellt. Haben wir in die Breite gelebt, werden wir garantiert nötige lapidare Erfahrung haben aber auch garantiert keine nötige Detailerfahrung.
Der Breite ist vielleicht im Vorteil: Ist genau ein bestimmtes Wissen zum überleben nötig, und dieses lapidar, wird er die Erfahrung haben. Der Detailverliebte wird sie höchstwarscheinlich nicht haben. Ist das überlebensnotwendige Wissen dagegen detailiert, wird der Breite es nicht haben, der Detailverliebte aber mit hoher Warscheinlichkeit dieses bestimmte Detail ebenfalls nicht.
 

begin{ex}[Das Jahr in Amerika (Breite)]
Der Klassiker (rund um das Jahr 2000): Nach dem Abi ein Jahr in die USA. Besonders in bürgelichen Kreisen gern gesehen. Alternativ: Exotischere Orte. Zu vermeiden: Zuhause beiben.
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begin{ex}[Im Hotel (Breite)]
Und dann war er in Paris, Prag, London. Die Befindlichkeiten sind da ja ganz anders! (Er ist offensichtlich sensibel, das zu bemerken.). Das Hotel in Paris ging aber garnicht: Da war so ein spießiges Publikum.
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begin{ex}[Der Fetischist (Tiefe)]
Modellbahn bauen. Groß und alles wie in echt. Die Frau ist ausgezogen. Alle Triebköpfe von 1920 bis Heute kennen.
end{ex}
 
%->Steini: Der Meister
%Stanley Kubrik (Tiefe, was ist mit der Breite?)



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