Begriff Können (2009-04-11)
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Handel-definiert-
Können
-in-(Thema)Diplom


Eine beliebte Feststellung ist "Wer ..., der... .". Die so angesprochenen Personen sind zumeist nach ihrem (scheinbaren) Willen oder Handeln ausgewählt. Seltener wird das Wort "Können" benutzt. Warum? Die 60er Jahre.
Die Idee dahinter ist offenbar dass
begin{itemize}
item{} jeder der etwas will es auch erreichen kann oder
item{} nur wer etwas kann es auch will oder
item{} niemandem ein Können zu- oder abgesprochen werden soll.
end{itemize}
 
"Kunst kommt von Können, nicht von Wollen. Käme sie vom Wollen, so würde sie Wunst heißen."
 
Im zwischenmenschlichen Handeln ist es offensichtlich besser, niemandem Können zu- oder abzusprechen, solange man nicht die Einstellung der Person zu ihrem Können oder Kritik daran kennt. Ich versuche das. Nun kommen Menschen in Situationen, wo sie andere nach ihrer Eignung für eine bestimmte Tätigkeit auswählen. Da vielen das Wollen als gegeben oder zumindest herstellbar (durch Aufmerksamkeit oder Geld) erscheint, bleibt scheinbar als konstanter Faktor nur das Können. Oder Können wird gleich als Fähigkeit eine Sache zu können und die Motivation dazu betrachtet. In diesen Auswahlvorgängen benachteitligte werden dadurch auf ihr mangelndes Können in der fraglichen Sache hingewiesen. Dies ist für den Menschen unangenehm.
Der Auswähler kann sich nun so seiner Verantwortung für das Unangenehme des anderen entziehen:
-Er stellt den Zwang der Auswahl und damit der Notwendigkeit der Rückweisung als gegeben dar
-Er stellt das Können als Folge des Wollens dar. Können ist jedem in allen gegeben wenn er sich darauf einlässt. Das schiebt dem anderen die Verantwortung zu: "Er könnte, wenn er wöllte."
 
Es gehört zum ...?... Einsatz zu honorieren. Jemand der nicht kann, aber versucht, aber weil er nicht kann nichts erreicht, sollte ja was eigentlich? Da ist das Problem: Gleich behandelt werdenß Das gleiche bekommen kann er nicht, da er ja zumindest teilweise die Früchte des eigenen Könnens erntet. Gleich behandelt werden würde bei einem Handel bedeuten dass er das gleiche bekommt wie ein anderer der sich bemüht und etwas erreicht. Dann hätte er, wenn sein Erreichtes ein Handelsgut tatsächlich das gleiche. Der Handelspartner muss aber nichts oder ihm nicht wertes gegen etwas tauschen. Wer wird so einen Handel eingehen?
 
In der Schule wird die Motivation mit gelehrt. Sie wird offenbar auch als Leistung verstanden. So kann Erreichtes oder den Willen dazu gegen ein Leistungszeugnis getauscht werden.
Dieser Handel ist evtl. aber nicht mit "üblichem" Handel vergleichbar: Der Lehrer kann selber den Wert einer Note festlegen, welchen Gegenwert sie gegen die Leistung hat, da er für die Note keine Ausgaben hat.
 
*Motivation als Leistung und nicht als deren Antrieb.*




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