Begriff Kunst (2009-03-27)
Schnell zu...
Technik als Kunst-ist-
Konzeptkunst-ist-
Kunst
-in-(Thema)Diplom
-braucht-Aufmerksamkeit


In der folgenden Arbeit steht über Dinge zu lesen die ich über die Jahre aus Erlebtem kristallisiert habe. Den Rahmen bildet eine Abhandlung über "das System", die sehr konzeptlastig, das heißt universell ist. Das Erlebte selbst ist, auch in meinem Kopf, tw. vollständig in diesem Gesamtbild aufgegangen und nur stellenweise noch für sich präsent. Wo das der Fall ist, untermalen Beispiele die besprochenen Konzepte. Vielleicht machen diese sogar den Hauptteil der Arbeit aus. Durch deutliche Kennzeichnung der Beispiele lade ich dazu ein, die Arbeit nur als Sammlung von Erlebnissen oder nur als theoretisches Privatphilosophie zu lesen, je nach Geschmack.
 
Doch wo ist da Kunst?
Erstens: Wo kann man sonst noch mit mehreren Sichtweisen etwas untersuchen? Vielleicht ist die Kunst die einzig verbliebene Wissenschaft, die dies darf.
Zweitens: Kunst ist selber Gegenstand der Sichtweise. Ich möchte hier kurz einen sehr allgemeinen Begriff vorschlagen:
 
"Was mit Aufmerksamkeit hergestellt wird, ist für den, der es mit Aufmerksamkeit betrachtet, und die Aufmerksamkeit des Herstellers erkennt, Kunst."
 
Dieser Begriff ist sowohl subjektiv erfahrbar, die eigene Position aber auch objektiv argumentierbar: Wo ich feststellen kann dass ich Aufmerksamkeit erkenne, darf ich "Kunst" rufen. Kunstdinge sind u.A.: Ein Picasso, ein Automotor, das bürgerliche Gesetzbuch: Abschnitt über die Zusammenführung von Bienenvölkern, die Schöpfungsgeschichte, ein Frosch?
Der Frosch. Offenbar ist er zwar mit einer großen Aufmerksamkeit gemacht, was man ob seiner extremen Komplexität anerkennen muss die sich einem offenbart, wenn man seine bloße Funktionsweise offenlegen möchte. Andererseits ist der Hersteller nicht so leicht auszumachen. War es Gott? War es das Wirken von Elementarteilchen? Und wenn, kann zähes organisieren von Teilchen "aufmerksam" sein? Ich schlage vor den Frosch aus der Liste zu streichen. Dazu legen wir dreist fest das Aufmerksamkeit ein Job von Gehirnen ist.
 
Evtl: Der theoretische Faden dieser Arbeit spaltet sich abermals in zwei verschiedene Ansichten auf. Zum einen ist sie als Fließtext zu lesen, der den menschlichen Gebrauch der Sprache wie im intellektuellen Umfeld üblich ermöglicht, mit Mehrdeutigkeit, Ungenauigkeit, Einladung zur freien Deutung. Zum anderen enthält sie kurze Abschnitte die als "Definition" gekennzeichnet sind. Diese verwenden eine axiomatische Sichtweise wie sie in der Wissenschaft (v.A. Mathematik) gebräuchlich ist. Hier ist das Wort eindeutig, genau und die Deutung alleinige Sache des Einzelnen. Diese Teile erfordern eine sehr "unsprachliche" Wahrnehmung um sie wie von mir gemeint zu erfassen. Doch letzten Endes sind auch sie nur Text, und wie genauso zu zerdeuten, das kann ich nicht verhindern.
 




zur IdeaGraph-Startseite